Die Provinz Süd-Kivu in der DR Kongo ist seit Jahrzehnten von Konflikten geprägt, die durch politische, wirtschaftliche, ethnische und ökologische Faktoren angeheizt werden. Frauen sind besonders stark von diesen Konflikten betroffen und tragen die Hauptlast ihrer Folgen. Dennoch sind sie oft die treibende Kraft für gesellschaftliche Veränderungen.
Für den Friedensprozess sind sie entscheidend, denn sie sind vernetzt, motiviert und lösungsorientiert.
Vor allem Frauen sind im Friedensprozess für den Kongo entscheidend. Sie sind vernetzt, motiviert und an lösungsorientiertem Vorgehen interessiert. Da sie den Umgang mit geringen Ressourcen gewohnt sind, gehen sie haushälterisch und sorgsam mit den ihnen anvertrauten Mitteln um. Mit ihrer Offenheit für neue Ansätze, viel kreativem Potential und ihrem Mut wird Pionierarbeit geleistet. Deshalb stehen sie im Zentrum des Projekts.
Das Projekt verfolgt drei sich ergänzende Schwerpunkte:
Friedliche Konfliktlösung: Gemeinsam mit der Cellule de Médiation des Confessions Religieuses pour la Paix (CMCRP) unterstützen wir den interkommunitären Dialog. Die CMCRP führt bei Bedarf Mediationsprozesse durch – unabhängig und vor Ort verankert. Mit unserer Begleitung konnten 11 Gemeinschaften und lokale Behörden zusammengebracht werden. Ergebnis: Die zentrale Struktur zur Konfliktprävention, der Barza Intercommunautaire, wurde wiederbelebt. Zudem entstand ein neuer Friedensrahmen (CEIP) mit 15 Mitgliedern aus 5 Gemeinschaften – initiiert und getragen von den Gemeinschaften selbst.
Landwirtschaft für den Frieden (AgroPax): Wir unterstützen den Aufbau von 7 AgroPax-Gruppen, in denen sich insgesamt 140 Frauen engagieren – darunter vertriebene Personen und Menschen mit Behinderungen. Die Gruppen bewirtschaften gemeinsam Felder. Parallel dazu entstanden 5 MUSOs (Solidarspar- und Kreditgruppen), die von 100 Frauen genutzt werden. Unsere Rolle: Wir begleiten, die Gruppen handeln eigenverantwortlich.
Friedenssensibilisierung: Zusammen mit lokalen Akteuren führen wir Sensibilisierungsaktivitäten zum Thema Frieden an Schulen und in Lagern durch – erreicht werden rund 6’000 Kinder. Kinder und Jugendliche produzieren zudem Radiospots zum Thema Frieden und erreichen damit mehrere tausend Personen in der Region. Ebenfalls aktiv: zwei interkommunitäre Theatergruppen, die wir in ihrer Friedensarbeit unterstützen.
Dieses Projekt wird von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA, Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA, durch einen Programmbeitrag mitfinanziert.
Stärkung des sozialen Zusammenhalts und der sozioökonomischen Widerstandsfähigkeit in den von bewaffneten Konflikten betroffenen Gemeinden auf den Hochebenen von Uvira und Fizi – durch interkommunitäre Mediation, gemeinschaftliche Landwirtschaft und Friedenserziehung.
Damit die Konflikte zwischen den Bevölkerungsgruppen und im Zusammenspiel von sozialen Identitäten und Stereotypen reduziert werden können, sollen Synergien zwischen den religiösen Konfessionen gestärkt werden.
Im Kontext der Spannungen zwischen den Gemeinschaften in den Hochebenen in Uvira und Fizi soll der Schutz und die Würde der lokalen Gemeinschaften gefördert werden.
| Projektname | Friedensförderung in der Provinz Süd-Kivu | |
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| Projeknummer | 34500 | |
| Partnerorganisation: | Eglise Méthodiste Unie – Congo Est | |
| Projektbeteiligte: | 14 Mitglieder der CMCRP. Sie werden selbst Vermittlungs-, Dialog- und Sensibilisierungsmaßnahmen organisieren. | 80 Frauen/Mädchen, die Mitglieder der AgroPax-Gruppen sind: Sie organisieren ihre landwirtschaftlichen Aktivitäten unter der Begleitung der Agronomen und des Projektteams. | 25 Verantwortliche nehmen am Tag des Miteinanders und an den Vorbereitungen dazu teil. Die Definition und Übersetzung der Friedensbotschaft wird von ihnen durchgeführt. | 200 Mitglieder der Gemeindevereine nehmen am Tag des Miteinanders teil. | 3’000 Radiohörer:innen werden die Bildungsspots verfolgen und Interaktionen durchführen. | |
| Land: | Demokratische Republik Kongo | |
| Region: | Süd-Kivu | |
| Budget: | CHF 40‘000 | ja |
| Laufzeit: | Seit 2017 |