Die evangelische Kirche in Algerien und Tunesien stärken

Nordafrika

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Die evangelische Kirche in Algerien und Tunesien stärken

Die Gemeinden in Algerien und Tunesien tun ihre Arbeit unter schwierigen wirtschaftlichen und politischen Bedingungen.

In Algerien sind die Kirchengebäude grösstenteils geschlossen. In Tunesien treffen sich in der reformierten Kirche in Tunis am Sonntag jeweils um die 100 Personen, die grösstenteils aus Ost-, West- und Zentralafrika kommen.

Die Methodistengemeinden in Algerien sind Teil der jährlichen Konferenz Schweiz-Frankreich-Nordafrika. Die fünf Gemeinden müssen sich immer wieder neu mit ihrem islamischen Umfeld arrangieren. Die gesetzlich vorgeschriebene Registrierung wurde zwar schon vor Jahren eingeleitet, konnte bisher aber für keine Gemeinde abgeschlossen werden. Das Gemeindeleben ist eingeschränkt, weil jegliche evangelistische Aktivität ausserhalb des Kirchengrundstücks verboten ist.
Zusätzlich mussten seit einiger Zeit fast alle Kirchengebäude geschlossen werden. «Die Kirchengebäude können sie schliessen, aber die Kirche lässt sich nicht schliessen», meint einer der Pfarrer.

In Tunesien ist der Islam Staatsreligion. Die Verfassung sieht die freie Ausübung des Glaubens vor, solange diese nicht die öffentliche Ordnung stört. Dieses Grundrecht wird in der Regel respektiert.
Die Reformierte Kirche in Tunis wird von Pfarrer Freddy Nzambe geleitet. Zusammen mit seiner Frau Sylvie betreut er – teilweise mit Einschränkungen – ein Wohnheim für Studentinnen, die aus Ländern südlich der Sahara kommen. Diese sind in Tunesien mit Rassismus konfrontiert. Dazu kommt, dass die Regierung die Massnahmen gegen Migrant:innen stark verschärft hat. Es ist verboten, Personen ohne Papiere aufzunehmen und wer es tut, riskiert eine Verurteilung.

Das Gelände der Methodistenkirche ist zum beliebten Treffpunkt für Student:innen geworden. Die Angebote reichen vom Fussballmatch bis zum theologischen Café. Manchmal sind 20 bis 50 Personen da, aber bei Hochzeiten und anderen Festen waren es auch schon 500. Sie kommen vor allem aus Ost-, West- und Zentralafrika, doch auch aus den USA oder Tunesien. Alle sind willkommen, ungeachtet ihrer Herkunft oder Religionszugehörigkeit.

Connexio hope unterstützt die Gemeinden in Algerien mit Beiträgen an die Gehälter und den Gebäudeunterhalt und leistet in Tunesien einen Beitrag an die sozialdiakonische Arbeit und an das Gehalt von Freddy Nzambe.

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Projektziel

Auch wenn die Rahmenbedingungen sehr schwierig sind, wollen die Gemeinden in Algerien und Tunesien mutig das Evangelium weitergeben und sozialdiakonisch tätig sein, so gut dies möglich ist.

ProjektnameDie evangelische Kirche in Algerien & Tunesien stärken
Projektnummer 31200 und 31300
Partner-
organisation:
Evangelisch-methodistische Kirche Schweiz-Frankreich-Nordafrika
Land:Algerien und Tunesien
Budget:CHF 44’000

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