Frauen säen Frieden in Uvira

Video mit Nakanyere und Matumaini:

Engagierte Frauen in Uvira fördern durch gemeinsames Bewirtschaften von Feldern das Vertrauen zwischen den Bevölkerungsgruppen und tragen so zum Frieden bei.

Die Provinz Süd-Kivu in der DR Kongo ist seit Jahrzehnten von Konflikten geprägt, die durch politische, wirtschaftliche, ethnische und ökologische Faktoren angeheizt werden. Frauen sind besonders stark von diesen Konflikten betroffen und tragen die Hauptlast ihrer Folgen. Dennoch sind sie oft die treibende Kraft für gesellschaftliche Veränderungen.

Für den Friedensprozess sind sie entscheidend, denn sie sind vernetzt, motiviert und lösungsorientiert. Wie sie mit ihrer Offenheit, ihrem Mut und ihrer Kreativität Pionierarbeit leisten, erfahren Sie von zwei Frauen mit unterschiedlicher ethnischer Zugehörigkeit.

«Nachdem sie uns im Projekt Mitgefühl und Nächstenliebe gelehrt hatten, stellten sie uns Land und Werkzeuge zur Verfügung. Wir säen, ernten und können uns selber ernähren. Ich bin erfüllter und mein Leben hat einen neuen Sinn erhalten», sagt die 55-jährige Matumaini Bweyo.

«Bevor ich mich diesem Projekt angeschlossen habe, war ich sehr misstrauisch gegenüber Mitgliedern aus anderen ethnischen Gruppen, und sie waren es auch gegenüber mir. Wir bezeichneten einander als Feinde.
Aber inzwischen ist ein friedliches Miteinander unter uns entstanden. Meine beste Freundin Matumaini Bweyo, die zur Ethnie der Bafuliru gehört, ist wie eine grosse Schwester für mich und Tante für meine Kinder. Wir teilen vieles miteinander», erzählt Nakanyere Anitha.

Heute ist Nakanyere Präsidentin einer der Gruppen im Programm «AgroPax», wo Frauen aus verschiedenen Gemeinschaften zusammen Felder bewirtschaften. Zudem ist sie Mitglied der Dorfsparkasse und kann dadurch ihr kleines Lebensmittelgeschäft finanzieren.

Rose Nabintu Wanguwabo, Projektkoordinatorin, ergänzt: «Wir haben erkannt, wie vielschichtig eine Frau ist: Sie trägt Verletzlichkeit in sich, doch in ihr steckt ebenso eine grosse Kraft. Wir realisierten, dass sie durch ihre Stärke eine neue Gesellschaft gestalten kann. Mit dieser Stärke schafft sie nicht nur Ressourcen und verwaltet sie verantwortungsvoll, sondern tritt auch mutig für Gerechtigkeit ein. Und ohne mutige und engagierte Frauen ist der Aufbau und Erhalt des Friedens nicht denkbar.»

Weil wir einen Beitrag zur Friedensförderung leisten möchten, unterstützen wir das Projekt in der Provinz Süd-Kivu – sowie zahlreiche weitere Projekte, die Hoffnung schenken.
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