Aus Fehlern lernen in der Internationalen Entwicklungszusammenarbeit

Die internationale Entwicklungszusammenarbeit hat eine ambivalente Geschichte. Insbesondere kirchliche Akteure waren lange Zeit von einem missionarischen Selbstver¬ständnis geprägt, das eng mit dem Kolonialismus verknüpft war. Wer «half», brachte nicht nur Brunnen und Schulen, sondern oft auch die Überzeugung mit, den richtigen Glau¬ben, die richtige Kultur und die richtige Ordnung zu vertre¬ten. Zusammenarbeit wurde so zur Einbahnstrasse – von oben nach unten, von Nord nach Süd.

Ein Manifest zur internationalen Zusammenarbeit

In den 60er Jahren wurden noch «Experten» und Kühe nach Ruanda verschifft, um die
Landwirtschaft zu intensivieren. Heute gehört es jedoch zum Selbstverständnis der IZA, sich
an lokalen Bedürfnissen auszurichten. Dennoch gibt es weiterhin viele Stolpersteine. Über 40 Schweizer NGOs haben deshalb gemeinsam ein Manifest erarbeitet – ein Aufruf zu gemeinsamen Schritten auf dem Weg zu gleichberechtigten Partnerschaften.